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Autor Thema: HSRP über ATM  (Gelesen 1299 mal)
MrBean
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« am: Januar 22, 2008, 12:03:24 »

Hi,
ich würde zunächst gerne 3 Router über ATM verbinden. 2 Router sollen sich in einer HSRP Gruppe befinden und der dritte Router soll alle ankommenden Pakete zu der HSRP Gruppe (VRID) weiterleiten. Nun meine Frage ist dies soweit möglich und wie muss ich die Router dann einrichten, da ja der dritte Router sozusagen mit zwei Beinen im gleichen Subnetz wäre?
Schon mal Danke im Voraus.
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#9370
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« Antworten #1 am: Januar 22, 2008, 01:54:43 »

kannst du bitte eine kleine Skizze der Topologie machen?

Danke,
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« Antworten #2 am: Januar 22, 2008, 02:37:51 »

Die Zeichnung ist zwar jetzt nicht die Beste, aber sie drückt das aus, wie es in etwa auschauen soll.

Router 2 und Router 3 befinden sich in einer HSRP-Gruppe. Router 2 soll der Master Router sein und Router 3 der Backup. Router 1 ist mit Router 2 und Router 3 per ATM verbunden. Wenn Router 2 ausfällt, soll geswitcht werden zu Router 3, der dann der Masterrouter sein soll.
Nun ist die Frage, ist dies unter ATM möglich, da ich ja zwischen Router 1 und Router 2, sowie zwischen Router 1 und Router 3 eine Punkt-zu-Punkt Verbindung habe? Oder spielt für meine Betrachtung der PVC keine Rolle?


* HSRP.jpg (97.45 KB, 869x592 - angeschaut 47 Mal.)
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#9370
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« Antworten #3 am: Januar 22, 2008, 03:22:55 »

damit das HSRP umschaltet, musst du das ATM Interface tracken. Dieses geht nur auf down, wenn du oam-pvc manage eingeschalten hast. Wenn du ein Routing Protokoll zwischen den Routern aktiv hast, dann brauchst du das HSRP nicht unbedingt umschalten...

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« Antworten #4 am: Januar 22, 2008, 03:26:55 »

Also normaler Weise würde dort OSPF laufen.

Leider kann ich mit deinem Hinweis noch nicht soviel anfangen. Was ist denn "tracken" und "oam-pvc manage"?
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#9370
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CCIE #9370


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« Antworten #5 am: Januar 22, 2008, 03:56:44 »

tracken -> HSRP track interface: Wenn ein Interface down geht, wird die HSRP Priorität verringert und HSRP schaltet um.
oam-pvc manage: Es werden im ATM von Ende zu Ende OAM Zellen geschickt, damit festgestellt werden kann, ob der PVC noch aktiv ist.

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« Antworten #6 am: Januar 22, 2008, 04:00:31 »

Ist es dann sinnvoll zwischen Router 2 und Router 3 eine direkte ATM-Verbindung aufzubauen, um den Ausfall des Masterrouters festzustellen, oder wie stellt der BAckup-Router in diesem Fall dies fest?

Achja, muss ich nun Tracking aktivieren, auch wenn ich OSPF im ATM-Netz aktiv habe?
« Letzte Änderung: Januar 22, 2008, 04:02:23 von Marten » Gespeichert
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« Antworten #7 am: Januar 22, 2008, 04:01:13 »

Hallo Marten,

wie #9370 schon erwähnt hat kannst du dir HSRP Router-seitig sparen.
HSRP ist eigentlich ein Feature damit "dumme" Clients die nicht mehr kennen als ihr Default-Gateway, dieses immer verfügbar haben. Router wissen ja über die Topologie bescheid und können selbstständig alternative Wege wählen. Du sagst ihr habt dort OSPF im Einsatz? Na dann reicht das doch?!  wink
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« Antworten #8 am: Januar 22, 2008, 04:04:21 »

Es geht aber darum ein möglichst redundantes und ausfallsicheres Netz zu schaffen. Un wenn es um die Verfügbarkeit geht, so habe ich bisher gelesen, ist HSRP (VRRP) eines der besten Lösungen oder?
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« Antworten #9 am: Januar 22, 2008, 04:11:24 »

Ja, HSRP ist eine tolle Sache aber du brauchst das nicht um deinen Routern untereinander Redundanz zu bieten -> dafür sind dynamische Routingprotokolle da (zB OSPF)

HSRP macht daher eigentlich nur auf der Client-Seite Sinn d.h. mit HSRP teilen sich zwei Router eine virutelle Adresse und diese Adresse ist das Default-Gateway das auf den Workstations eingetragen wird. Fällt der Primäre Router aus, fährt der andere Router die virutelle Gateway-Adresse hoch. Für die Clients erfolgt das transparent d.h. sie erreichen ihre Gateway-Adresse auch im Fehlerfall

Auf deiner ATM-Seite hast du bestimmt keine Clients also brauchst du auch kein HSRP. OSPF ist ja dazu da, um mit den anderen Routern Pfadinfos auszutauschen, Ausfälle festzustellen und alternative Wege zu berechnen.
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« Antworten #10 am: Januar 22, 2008, 04:15:18 »

Doch dauert es nicht länger ein größeres Netzwerk mit Updateinformationen zu skalieren, als das Umschalten von einen Router auf den anderen (Master->Backup)?
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Zwerg#7
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« Antworten #11 am: Januar 22, 2008, 04:35:07 »

Nein, OSPF konvergiert innerhalb weniger Sekunden. Im Fehlerfall ist das gar keine große Sache, wenn der Link zum primären Router verloren geht, wird sofort die Backuproute aktiviert (OSPF befüllt die Routingtable sofort mit einem alternativen Pfad)
OSPF erkennt aber auch wenn der primäre Router nicht mehr funktioniert aber der Link trotzdem noch up ist (was theoretisch möglich ist und auch vorkommt) -> OSPF sendet ständig sog. Hello-Pakete um zu überprüfen ob der Nachbar wirklich noch da ist.

Also noch mal meine Empfehlung:
HSRP auf der CLient Seite (die sprechen keine Routingprotokolle und kennen somit keine alternativen Pfade)
Zwischen Routern, dynamische Routingprotokolle wie zB OSPF
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« Antworten #12 am: Januar 22, 2008, 04:43:49 »

Mhh, also die ATM-Seite möglich gut mit OSPF routen lassen und die Ethernetseite (LAN)? Da hier recht viele Server stehen (auf dem Bild, hinter dem Switch), wäre es doch dann hier sinnvoll HSRP laufen zu lassen, oder würde sich auch hier HSRP nicht anbieten?
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Zwerg#7
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« Antworten #13 am: Januar 22, 2008, 05:21:53 »

Doch, dort wo die Server sind natürlich schon HSRP einsetzen, diese haben, wie Workstations und Laptops, nur ein Deafult-Gateway eingetragen und sonst nichts.
Da sie nicht selbstständig alternative Wege wählen können, muss HSRP in diesem Fall für die Redundanz sorgen.

Zum Vergleich noch mal: Ein Router ist dazu geschaffen, alternative Wege zu kennen und selbständig eine Wegwahl vorzunhemen d.h. Router sind nicht auf HSRP angewiesen, Endgeräte aber schon.
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« Antworten #14 am: Januar 23, 2008, 08:59:25 »

Könnte ich denn an OSPF noch irgendwelche Einstellungen vornehmen, die es schneller konvergieren läßt, oder wäre hier ein anderes Routingprotokoll wie EIGRP sinnvoller?
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